Er blies so lange Trübsal, bis man ihm endlich eine Posaune schenkte. So konnte er sich verausblasen ohne weitere Gläser mit Tränen zu füllen, und sein Tagewerk der Trübsalglasbläserei geriet schnell in Vergessenheit. Sein Glück war nun sein Blech. Es klang tief und voll und ernstgemeint und ging der Gemeinde ein wenig auf den Geist.
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Thursday, December 26, 2013
!
Zufall - was einem zufällt einfach so, wie ein Regenschauer.
Darum beware of the Schicksalsschlinge, die tückische Schlange.
(Sie bringt uns noch alle zu Fall.)
:::
Bei manchen folgen auf Worte Taten.
Bei anderen folgen auf Tanten Torten.
Bei mir: da folgen auf Worte Worte!
Sie schichten sich zu schweren
WORTTORTEN,
die so kosten- wie bodenlos sind,
und sich immer wieder neu erfinden. Auch Wortspielsaison bedingt.
Jedenfalls meistens mit viel Schlag zu oberst und Krokant am Rand.
"Wir füttern das Wort den Enkeln
wie andere das Brot den Enten"
sprach der Onkel.
"Wir füttern das Wort den Enkeln
wie andere das Brot den Enten"
sprach der Onkel.
Thursday, December 19, 2013
-
Seit dem ich nicht mehr arbeite verstreicht die Zeit nicht, sie spielt mir Streiche.
Sie hat nichts gleichmässiges mehr sondern schwillt an, lupenhaft haftet sie an den alltäglichsten Abläufen und verlangsamt sie. Es ist, als gäbe es keinen Rythmus mehr, ich höre fast nichts von Weckern und Treffpunkten, bin abgetaucht in ein Becken hochkonzentrierter flüssiger Stunden.
xo
Dinge auf den Punkt bringen
Um den heissen Brei reden
Und dann hinein springen
Immer wieder ein grosser Segen
Umkreisen was man gerne hat
Sich dem Kern (oder Kerl) nähern
und ihn knacken
Liebes Leben, Kuss auf beide Backen!
Um den heissen Brei reden
Und dann hinein springen
Immer wieder ein grosser Segen
Umkreisen was man gerne hat
Sich dem Kern (oder Kerl) nähern
und ihn knacken
Liebes Leben, Kuss auf beide Backen!
Thursday, November 28, 2013
-
So durcheinander, dass ich mitten im Raum stehen bleibe und schräg in die Luft schaue, weil ich einfach nicht mehr weiss, was ich eben noch unbedingt machen wollte --- oben rechts hängt der Blick und plötzlich, mit ein bisschen Glück, macht es Klick. Und es geht geraude aus weiter durch den Tag bis zum nächsten Hänger. Irgendwann ist es dann spät, die Zeit ist durchgerieselt, ich lege mich hin. Am nächsten morgen steht die Welt nicht Kopf, ich selbst auch nicht, und doch rieselt die Zeit wieder, wie in einer frisch umgedrehten Sanduhr.
Ansonsten habe ich heute ein Auto angelaufen, dass zu langsam um die Kurve gefahren ist.
So als Fussgängerin in Paris kann das schon mal vorkommen.
Stockende Abläufe.
Irgendwas will nicht mehr, irgendwas schreit nach Veränderung.
Saturday, November 16, 2013
°
Da hebt man den Blick aus der Metro heraus, aus der Metro die eben aus dem Untergrund hervorgekommen ist, und sieht den Mond - ein helles Loch, das in einen schwarzen Papierhimmel gelocht wurde von einem fleissigen Sekretär, der keinen Monat ungelocht verstreichen lässt...
Wir dürfen passieren in den nächsten Monat. Unvorstellbar, wenn es nicht so wäre.
Wir dürfen passieren in den nächsten Monat. Unvorstellbar, wenn es nicht so wäre.
Saturday, October 12, 2013
streifen 2
Phasen durchschreiten:
- Tage durchstreichen
- Nächte durchstreicheln
Staucheln
- Neu streichen.
Was scheint durch? Wer schreit auf?
(Aufschreiben, was bleiben soll.)
- Tage durchstreichen
- Nächte durchstreicheln
Staucheln
- Neu streichen.
Was scheint durch? Wer schreit auf?
(Aufschreiben, was bleiben soll.)
streifen 1
Wir folgen einem Streifen.
Wir reisen durch einen Zeitstreifen.
Wir streifen uns viel, nie genug,
auf unserem Streifzug
durch die Zeit.
(Werden bloss älter und steif.)
Wir reisen durch einen Zeitstreifen.
Wir streifen uns viel, nie genug,
auf unserem Streifzug
durch die Zeit.
(Werden bloss älter und steif.)
Monday, August 19, 2013
#
Ich habe mich auf den Felsen geschleppt,
das Letzte in den Wind gelacht, bis ich leer war -
nur noch zwei Lungen unter Rippen,
nur noch zwei Behälter hinter Gittern,
both begging for a refill.
Seeluft wittert die süchtigen Jungen und bittet nicht um Einlass,
reisst alles auf, spühlt durch, fliesst aus -
Ich bin nur noch Atem, Zug und Stoss,
nur noch Luft und Lungenflügel,
jedes Mal aufs Neue glückliches Kind
der Taufe des Weiten, des Meeres, im Wind.
das Letzte in den Wind gelacht, bis ich leer war -
nur noch zwei Lungen unter Rippen,
nur noch zwei Behälter hinter Gittern,
both begging for a refill.
Seeluft wittert die süchtigen Jungen und bittet nicht um Einlass,
reisst alles auf, spühlt durch, fliesst aus -
Ich bin nur noch Atem, Zug und Stoss,
nur noch Luft und Lungenflügel,
jedes Mal aufs Neue glückliches Kind
der Taufe des Weiten, des Meeres, im Wind.
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Monday, May 20, 2013
;
Der Himmel giesst die Stadt wie graue Pflanzen,
die schon lange nicht mehr wachsen,
gewaschen werden wie graue Alte,
die davon nicht jünger wirken,
nur klarer erscheinen in ihrem grau,
gegen den dunkelgrauen Himmel.
Alles quillt und perlt gegen Beton und Asphalt,
der Himmel scheint nie ausgewrungen,
unendlich tief und voll ist das Grau,
das über uns grollt.
Wir schöpfen so viel wir können -
es gilt im Nass der Gestalten
die Hoffnung trocken zu halten.
die schon lange nicht mehr wachsen,
gewaschen werden wie graue Alte,
die davon nicht jünger wirken,
nur klarer erscheinen in ihrem grau,
gegen den dunkelgrauen Himmel.
Alles quillt und perlt gegen Beton und Asphalt,
der Himmel scheint nie ausgewrungen,
unendlich tief und voll ist das Grau,
das über uns grollt.
Wir schöpfen so viel wir können -
es gilt im Nass der Gestalten
die Hoffnung trocken zu halten.
Saturday, May 11, 2013
/
Unter vier Augen
- vier, wie viel das klingt, wo sie doch schweigen...
Die zwei braunen, seine
Die zwei blauen, ihre
in einem Blick
öffnen sich
und schnurren.
Lieblingsliebestiere!
- vier, wie viel das klingt, wo sie doch schweigen...
Die zwei braunen, seine
Die zwei blauen, ihre
in einem Blick
öffnen sich
und schnurren.
Lieblingsliebestiere!
Monday, April 29, 2013
süsssee
Hier unten wird schwankende Stimmung gemeldet,
tückisches Schwappen auf hoher See,
was eben noch trocken lag trieft ohne Grund,
wohl von Wellen erfasst, keiner weiss warum,
aber alle waren an Deck.
Die Brise weht lau und süss in salzig-schwere Segel.
Die Matrosen haben heimlich hineingeweint,
sie klagen mit schwerer Zunge.
Alle blicken sie Gewissheit nach,
ihrem grossen Vogel,
der sich majestätisch verflogen hat,
jetzt einem Drachen gleicht,
losgelöst immer kleiner wird -
tückisches Schwappen auf hoher See,
was eben noch trocken lag trieft ohne Grund,
wohl von Wellen erfasst, keiner weiss warum,
aber alle waren an Deck.
Die Brise weht lau und süss in salzig-schwere Segel.
Die Matrosen haben heimlich hineingeweint,
sie klagen mit schwerer Zunge.
Alle blicken sie Gewissheit nach,
ihrem grossen Vogel,
der sich majestätisch verflogen hat,
jetzt einem Drachen gleicht,
losgelöst immer kleiner wird -
Thursday, April 18, 2013
Sunday, March 31, 2013
-
Das was ich sehe in deinen Augen,
das was du siehst in meinen,
ist es was mir gefällt an dir,
was dir gefällt an mir?
Doch was war am Anfang,
bevor Blicke sich in Gespräche vertieften,
bevor sie sprachen, als sie sich nur streiften?
Es konnte noch nicht sein,
was jetzt in deinen Augen liegt,
konnte auch in meinen noch nicht sein,
und doch glänzt es nun in beiden.
Es ist ein Zauber den ich nicht begreife
der mich an alles glauben lässt.
das was du siehst in meinen,
ist es was mir gefällt an dir,
was dir gefällt an mir?
Doch was war am Anfang,
bevor Blicke sich in Gespräche vertieften,
bevor sie sprachen, als sie sich nur streiften?
Es konnte noch nicht sein,
was jetzt in deinen Augen liegt,
konnte auch in meinen noch nicht sein,
und doch glänzt es nun in beiden.
Es ist ein Zauber den ich nicht begreife
der mich an alles glauben lässt.
Thursday, March 14, 2013
Wednesday, March 13, 2013
-
Ich will mich betrinken mit fremden Worten,
meinen Göttern - wie ich zitter'
wenn ich höre, und sie mich zaubern
zu anderen Orten.
Die schönen Klänge
notwendig in der Nähe -
meine alte Flucht
ist mir immer geblieben
unter der Zunge, die Treue...
Ich schwöre I do I do
Ich komme!
meinen Göttern - wie ich zitter'
wenn ich höre, und sie mich zaubern
zu anderen Orten.
Die schönen Klänge
notwendig in der Nähe -
meine alte Flucht
ist mir immer geblieben
unter der Zunge, die Treue...
Ich schwöre I do I do
Ich komme!
Monday, March 11, 2013
zusammenreissen
heute war ein tag zum wände sprengen
plötzlich waren nur löcher da
und ich wohl das grösste -
stopfen mit federn pff
ich bleibe frankenstein
viele fetzen und nähte
häute eher dünn als dick
dazwischen luft und liebe
ich versuche mich in
B-E-W-E-G-U-N-G
plötzlich waren nur löcher da
und ich wohl das grösste -
stopfen mit federn pff
ich bleibe frankenstein
viele fetzen und nähte
häute eher dünn als dick
dazwischen luft und liebe
ich versuche mich in
B-E-W-E-G-U-N-G
-
kritzel rot in der not -
fast wie blut
für wenig mutige.
vielleicht verdünnt eine träne
die tinte die träge kriecht.
sie riecht nach nichts
obwohl das gesicht
auf der schrift klebt
und nichts sieht:
lieber eben liegen
als von oben schreiben
und zu viel mitkriegen.
so flach wie das blatt liegt
fliesst nicht viel ins weisse hinein
ohne krach eiliges füllen
und färben unserer seiten
träumen vom halten -
schwindel zum ende
taumel du bündel
fliege oder falle
fast wie blut
für wenig mutige.
vielleicht verdünnt eine träne
die tinte die träge kriecht.
sie riecht nach nichts
obwohl das gesicht
auf der schrift klebt
und nichts sieht:
lieber eben liegen
als von oben schreiben
und zu viel mitkriegen.
so flach wie das blatt liegt
fliesst nicht viel ins weisse hinein
ohne krach eiliges füllen
und färben unserer seiten
träumen vom halten -
schwindel zum ende
taumel du bündel
fliege oder falle
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