AU MOINS ON SÈME
02/2009 - 01/2014

© camille



Après 5 ans d'existence, au moins on sème tourne la page.
Les poèmes d'hier et ceux de demain sont ici.

Nach 5 Jahren ist nun Schluss mit au moins on sème.
Die Fortsetzung, oder so etwas, hier.


MERCI.



Tuesday, April 27, 2010

light days

Es dauert nicht mehr lange, dann muss ich raus auf die Terrasse in die Sonne. Am Vormittag liegt sie noch im Schatten, aber die Schattenfläche schrumpft beständig dahin, dann kann man den ganzen Nachmittag bis in den späten frühen Abend hinein Sonnenstrahlen tanken und dabei nichts tun. Vielleicht ein Buch lesen, ein paar Zeilen. Und Pausen einlegen um vielleicht Zeilen zu notieren, Worte, die einem gefallen, auf dem eigenen Papier, mit dem Gefühl, sich zu beschenken. Reich an Worten und schönen Sätzen, die Sonne wandert von Osten nach Westen. Ich klebe dann angelehnt und reglos an der weissen Wand und fühle mich wie der stille Zeiger einer Sonnenuhr. Manchmal zucke ich zusammen, als würde ich frösteln, dabei ist meine Haut ganz warm. So viel Licht, zu viel für das lebende liegende Ich. Gerne würde ich etwas abgeben davon, es weiterspiegeln, aber ausser mir liegt hier keiner. Vielleicht verbrenne ich. Ich rette mich und schiebe meinen Kopf in den Schatten und träume von "princes, woodcutters und honest fishermen".

Lektüre: Light Years, James Salter

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